Tagebuch zur Kursfahrt nach Berlin vom

05.10.11 bis zum 07.10.11

 


 

von Saskia Müller 9c

 

 

Am Mittwoch, dem 05.09.2011, traf sich der Sowi-Kurs um 9:30 Uhr am Kölner Hauptbahnhof. Schließlich gingen wir gemeinsam zum Bahngleis, wo wir auf den Technik-Kurs trafen. Als unser Zug eintraf, stiegen wir ein und es dauerte ein wenig bis jeder seinen Platz hatte.

Die Fahrt mit dem ICE dauerte ungefähr vier Stunden.

Als wir am Berliner Hauptbahnhof ankamen, stiegen wir in die S-Bahn und fuhren bis zu der Haltestelle „Ostkreuz“, von dort aus gingen wir zu unserer Unterkunft in Friedrichshain.

Nachdem die Zimmer verteilt waren, hatten wir kurz Zeit unsere Sachen auszupacken.

Der erste Ausflug auf der Kursfahrt führte uns zur Berliner Mauer, an der wir uns Gemälde von Künstlern ansahen.

Die meisten von ihnen haben mit der Teilung Deutschlands zu tun und sollen deutlich machen, dass es die Zeit der Teilung keine besonders gute Zeit war.

Hier einige der Kunstwerke:

 

Nach der Besichtigung der „East Side Gallery“ gingen wir in unser Hostel zurück, um dort zu Abend zu essen.

Danach liefen wir zum Brandenburger Tor und sahen uns auf dem Weg auch andere Gebäude kurz an. Als wir wieder in unserer Unterkunft ankamen, war es bereits 23 Uhr.

Am nächsten Morgen mussten wir um 7:30 Uhr zum Frühstück.

Nach dem Essen hatten wir ein wenig Zeit uns fertig zu machen und gingen anschließend zum Museum „Story of Berlin“.

Zu Beginn hatten wir eine halbstündige Führung durch einen Atomschutzbunker, der sich nur im Standby Zustand befindet. Somit wäre er mit einer Vorbereitungszeit von etwa zwei Wochen jederzeit nutzbar.

Die damalige Einwohnerzahl Berlins betrug etwa 3 Millionen, der Bunker konnte jedoch nur 3500 Menschen aufnehmen. Das Leben im Bunker war durch die hohe Luftfeuchtigkeit von 90 % sehr belastend und manche verstarben dort sogar. Auch die hygienische Versorgung ließ ein wenig zu wünschen übrig, da es für alle Personen nur zwei Waschräume gab.

Auch hier ein paar Fotos:


 

Nach der Führung erkundeten wir selbstständig in kleinen Gruppen das Museum und beantworteten Fragen dazu.

Es fing mit der Entstehung der Stadt an.

Weitere Ereignisse wie der erste Weltkrieg, die Judenverfolgung, der Bau und Fall der Mauer wurden thematisiert.

Die Umrisse Berlins in drei verschiedenen Jahrhunderten:

 

Erinnert an den 9.November 1938, der Tag, an dem viele Synagogen und jüdische Geschäfte zerstört wurden:

 

Nach dem Museumsaufenthalt trafen wir uns mit dem Technik-Kurs, um gemeinsam in den Bundesrat zu gehen.

Wir wurden von einer Frau herumgeführt, welche uns den Aufbau und den Ablauf einer Bundesratssitzung erklärte:

Es sind 16 Tischreihen in der Form eines Halbkreises aufgebaut.

Die Sitzordnung ist leicht geregelt - die 16 Bundesländer sind alphabetisch geordnet.

Jedes Bundesland hat je nach Einwohnerzahl drei bis sechs Vertreter. Diese können im Namen des jeweiligen Bundeslandes bei der Gesetzgebung mitwirken.

Um Länder mit mehr Einwohnern und somit mit mehr Vertretern nicht zu bevorzugen, darf immer nur einer der Vertreter bei Wahlen abstimmen.

Um zu vergewissern, dass wir jetzt wussten wie es im Bundesrat abläuft, haben wir eine Wahl nachgestellt.

 

 

Der Bundesrat

 

Im Anschluss daran durften wir in Gruppen von mindesten drei Personen die Stadt erkunden. In diesen drei Stunden liefen wir quer durch Berlin und besuchten ein zweites Mal das Brandenburger Tor.

Wir liefen ebenfalls am Checkpoint Charlie vorbei und schlenderten durch einige Läden.

Beim Erkunden der Gegend merkte man, dass der Ort Friedrichshain eher nicht so schön ist.

Um 17:45 Uhr trafen sich alle wieder in unserem Hostel.

Einige Zeit später gab es Abendessen.

Der Tag war somit beendet.

 

Am dritten und letzten Tag mussten wir um 7:00 Uhr zum Frühstück.

Am Vormittag besuchten wir die „ Gedenkstätte Hohenschönhausen“, das frühere Stasigefängnis.

Ein Mann namens Harry Santos, der früher selbst Gefangener war, führte uns durch die Gefängnisanlage. Zuerst wurde uns das sogenannte „U-Boot“ gezeigt.

Es ist der Keller mit fensterlosen, bunkerartigen Zellen, die nur eine Holzpritsche enthielten.

Dort mussten die ehemaligen Gefangenen ausharren. Es war ihnen untersagt, sich am Tag hinzulegen oder sich auf der Pritsche abzustützen.

 

Beispiel solch einer Zelle

 

In Folge auf die Führung durch den Keller besichtigten wir die Einzelzellen, in die man später gesteckt wurde.

Beispiel dazu

 

Am Ende der Führung wurden uns die Verhörsäle gezeigt:

 

Nach der sehr interessanten Führung durch das ehemalige Stasigefängnis, kehrten wir in unsere Unterkunft zurück.

Wir nahmen unsere Sachen und machten uns auf den Weg zum Bahnhof und fuhren von dort aus zum Hauptbahnhof.

Um ca. 17:00 Uhr kam unser Zug.

Nach fünf Stunden Fahrt erreichten wir endlich Köln.

Es war eine sehr lehrreiche und auch anstrengende Fahrt.