Lernen in den Ferien? Und das auch noch freiwillig? Viele Schülerinnen und Schüler können sich das sicher nur schwer vorstellen. Und doch gibt es sie jetzt bei uns in Nordrhein-Westfalen schon seit 3 Jahren: die LernFerien. Allein in den vergangenen 1 ½ Jahren haben über 1000 Schüler an diesen Lerncamps teilgenommen. Sie werden von der Stiftung „Partner für Schule“ jeweils in den Oster-, Sommer- und Herbstferien organisiert und dauern eine Woche. Die Teilnahme ist kostenlos. Da alle Camps mit einem attraktiven erlebnispädagogischen Begleitprogramm verbunden sind, sind die drei Plätze, die jede Schule zur Verfügung hat, oft schnell vergeben.

  Die Anmeldung ist auf der Internetseite www.lernferien.nrw.de freigeschaltet.


Habibe und Gergana aus der 8a haben in den Osterferien an einem dieser Camps teilgenommen. Gergana hat eine Reportage über ihre Erlebnisse geschrieben:

 

LernFerien machen Spaß!

Eine Reportage von Gergana Georgieva

Vom 25.4.2011 bis zum 29.4.2011 fanden die LernFerien in der Jugendherberge Simmerath-Rurberg statt. Habibe und ich haben daran teilgenommen.

Wo bin ich gelandet?, fragte ich mich, als ich in der Jugendherberge ankam. Wir gingen in ein Zimmer, in dem alle Teilnehmer in einem Kreis saßen. Als alle da waren, haben wir uns vorgestellt. „Ich finde alle nett“, sagte Habibe zu mir. Wir waren acht Mädchen und zwölf Jungs. Die vier Betreuer waren auch sehr nett und korrekt zu uns. „Ihr seid eine sehr nette Gruppe und wir sind sicher, dass wir in dieser Woche sehr viel Spaß haben werden“, sagten die Betreuer zu uns.

Jeden Tag haben wir Gruppenspiele gespielt und so haben wir uns immer besser kennengelernt. Alle haben immer gut mitgemacht, weil es sehr viel Spaß gemacht hat. „Ihr habt gerade einen neuen Rekord aufgestellt. Bis jetzt hat das keine Gruppe geschafft! Ihr seid die Ersten!“, sagte der Betreuer zu uns. Wir haben uns sehr gefreut und waren sehr stolz auf uns.

Sogar beim Lernen hat es mir Spaß gemacht. Wir waren in drei Gruppen aufgeteilt. In einer Gruppe waren fünf bis sechs Jugendliche. So konnten wir viel mehr verstehen, weil jeder gut zuhörte und die Lehrerinnen sehr gut erklären konnten. Eine Unterrichtsstunde dauerte 1 ½ Stunden, aber wir hatten immer Spaß und so ging die Zeit schnell vorbei.

Die Freizeit fand ich am besten. „Kommt ihr mit?“, fragten die Jungs uns Mädchen. Wir gingen meistens mit den Jungs am Fußballplatz Fußball spielen. Oder wir Mädchen trafen uns in unseren Zimmern und haben uns gegenseitig gestylt. Wir machten Musik und haben dabei getanzt und gesungen. „Macht mal eure Musik leise“, sagten die Jungs immer zu uns.

Am lustigsten fand ich es, als wir alle in die Stadt gingen. „Oh, mein Gott!“, schrie ein Mädchen. Sie hatte eine tote Schlange gesehen. Als wir wieder in die Jugendherberge zurück kamen, waren wir alle sehr müde, weil die Stadt sehr weit von da weg war.

Am Freitag, dem letzten Tag, haben wir einen Film gesehen über das, was in der Woche passiert war. Wir haben alle zusammen gelacht. „Das Spiel hat mir am meisten Spaß gemacht“, sagte ein Junge. Alle waren sehr glücklich, dass wir wieder nach Hause fahren durften, aber auch sehr traurig, weil wir uns trennen mussten. „Ich werde euch alle vermissen, aber wir werden uns wiedersehen“, sagte jeder von uns zu den anderen.

Wo bin ich gelandet?, hatte ich mich gefragt, als ich in der Jugendherberge ankam. In einer Jugendherberge, in der ich viel Neues gelernt habe, neue Freunde gefunden und begriffen habe, dass man auch mit Leuten, die man nicht richtig kennt, Spaß haben kann. Wenn es wieder so etwas geben würde und ich daran teilnehmen dürfte, würde ich gern wieder mitmachen.